Auf den folgenden Seiten nehmen wir euch mit auf unsere spannende Reise nach Deutschland, die sich über ein Jahr erstrecken wird. Wir – das ist eine Gruppe von Student*innen der Germanistik der Universität Sevilla, die sich im Rahmen des Erasmus-Programmes in verschiedene deutsche Städte begeben – zum Studieren, Leben, Entdecken, Wundern und Verwundern. Erlangen, Mainz, Hamburg, Bochum, Halle, Freiburg, Leipzig … von verschiedenen Standorten aus werden wir berichten, was wir erleben, was uns herausfordert und als „merk_würdig“ erscheint. Warum schreiben wir diesen Blog? Weil wir gerne teilen? Ja! Uns mitteilen? Ja! Wir wollen verschiedene Perspektiven auf Deutschland zeigen, Stereotype abbauen und nützliche Infos geben, falls ihr selbst demnächst einen Studienaufenthalt in Deutschland plant. Also dann: viel Spaß beim Begleiten!

-Denise gensel.

sábado, 19 de enero de 2019

Rückkehr zur Routine

Die Weihnachtsmärkte sind schon abgebaut. Es gibt keinen Glühwein mehr, keine Spekulatius-Kekse, keine Tannenbäume, ...Alle sind über Weihnachten in ihre Heimatländer geflogen, aber jetzt sind wir wieder da. Die Meisten gehen in ein paar Wochen zurück nach Hause, da sie nur ein Semester bleiben.
Und was gibt es Neues in Heidelberg? Zwei Sachen hauptsächlich:
1    
      Vor einige Wochen habe ich einen Spaziergang durch Heidelberg gemacht. Es gibt einen Platz, (der Marktplatz, wo das germanistische Institut liegt) von dem  aus man das Schloss sehen kann. Und dort habe ich einen LKW gesehen. Er war total weiß und bewegte sich nicht. Dann habe ich ein bisschen herumgeschaut und ich habe bemerkt, dass es eine mobile Bibliothek war. Das gibt es überhaupt nicht in Spanien, und ich war davon begeistert, weil es die Kultur und Ausbildung der Bevölkerung fördert.






2    Zweitens:  ich bin gestern ins Theater gegangen. Ich weiß nicht, ob es in Spanien auch so etwas gibt: es heißt „Zimmertheater“. Das Publikum saß in einem kleinen Zimmer (es waren nicht mehr als 50 Leute) und die Schauspieler waren nur 1 Meter von uns entfernt. Es war ganz toll, ich habe fast alles verstanden und es war eine berührende Erfahrung. Ich kann es sehr empfehlen.

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lunes, 14 de enero de 2019

Sex, Alkohol, Kirche und Weihnachten

Sprechen wir zuerst über die akademische Welt, bevor ich über Weihnachten hier in Erlangen lästere.
Ich habe in Dezember schon zwei meine drei Referate  gemacht, dann soll ich im Februar  über meine Hausarbeiten „barabern“. Ich habe insgesamt 7 Fächer dieses Semester, in denen ich 4 Hausarbeiten und 3 Referate abgeben und vorstellen muss. Für meine Referate habe ich eine Powerpoint (15-20 Folie) und ein Handout (1-2 Seite) erstellt. Zwei soll ich allein vorstellen und eins mit einem Partner. Wie ich schon gesagt habe, habe ich zwei von drei vorgestellt, eins allein und das andere mit einem deutschen Partner. Die Erfahrung war gut, es hat mir gut gefallen, aber ich stelle lieber allein vor, das zwingt mich, mich mehr zu bemühen. Über meine Hausarbeit werde ich später sprechen, wenn ich sie mache.

Die LehrerInnen, ich habe 5 LehrerInnen, Herr Schierholz (Lexikographie und Semantik), Herr Neumeyer (Kleist Dramen), Herr Schnabel (Drückereikultur in Nürnberg des 16. Jahrhunderts), Frau Breindl (Vorlesung und Seminar von DaF) und Herr Schiegg (Patholinguistik). Die 4 ersten sind immer sehr nett, einige sind vielleicht anspruchsvoller als andere , aber sie versuchen immer zu helfen. Mit Herrn Schiegg wäre es besser , wenn ihr mit ihm persönlich sprecht, wenn ihr sein Fach auswählen würdet, weil sein Fach völlig optional ist.

Jetzt die Landeskunde ;)

Ja, wo und wann kann ich anfangen? Dezember ist ein totales Chaos, dieser Monatist voll von Ruhetagen und Partys, jede Woche gab es mindestens 2 Partys. Ich bin nur auf einer gewesen, in der Techfakultät. Ja, eine Fakultät die eine Party organisiert. Ich bin der Meinung, dass der Ort von Arbeit mit Vergnügen oder Spaß nicht zusammenkommen sollten. Erster Fehler. Die Party heißt Feuerzangenbowle. Diese Party besteht darin, ein Schluck von Feuerzangenbowle (https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerzangenbowle) oder Glühwein zu trinken und einen homonymen Film (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Feuerzangenbowle_(1944)) zu sehen. Jedes Mal, wenn die SchauspielerInnen im Film den Namen des Protagonisten nennen oder sagen (Pfeiffer), schreit jeder Mensch seinen Namen und jeder trinkt einen Schluck. Ich muss annehmen, dass es lustig war. Aber, etwas, dass mir nicht gefallen hat, ist das, als ich in die Fakultät eingetreten bin. Viele Mädchen verkleideten sich als Engel mit kurzen Röcken, die Alkohol verkauften. Körper als ein Spot, um Alkohol zu trinken und Leben zwischen teuren, kleinen Schnapsgläsern zu verlieren, um Probleme zu vergessen , wie wir  die schmutzigen Wände unserer Zimmer  weiss anstreichen. Aber an Weihnachten ist es noch schlechter, weil die Leute von hier, (ich weiß  nicht, ob es in ganz Deutschland  so ist) mit der ganzen Familie in die Kirche gehen (an Heiligabend und die 2 folgenden Tage), um ihre Sünden zu reinigen und kitschige Lieder über Freude und Gott zu singen. Scheinbar streicht auch Gott die Wände über Schmutzigkeit …

Silvester ist ähnlich wie in Spanien aber ohne Trauben, viele Raketen und Feuerwerk, dann geht man mit Freunde aus, als Kotillon hier. Und das war mein Dezember.